Hier sieht man Jella Lepman auf einem schwarz-weiß Bild

27. Juni 2017
von Birgit Dankert
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„Mission for the children“: Jella Lepman (1891–1970)

„Mission for the Children“, so überschrieb Jella Lepman ihren Bericht über die 1948 auf Einladung der Rockefeller Foundation unternommene Werbe-Reise durch die USA zur ideellen, fachlichen und finanziellen Unterstützung einer geplanten internationalen Jugendbibliothek. „Mission“ kann in vielen Sprachen sowohl „Auftrag“ als auch „Sendung“, also ebenso Pflicht wie Vision bedeuten – und genau in diesem Doppelsinn verstand sie ihre Lebensaufgabe. Wer Jella Lepman folgt, dem erschließen sich in dieser doppelten Betrachtungsweise Zusammenhänge, die angesichts der politischen Lage besonders aktuell erscheinen.

Am 4. Mai 2017 wurde im Goethe-Institut Madrid die neue im Creotz-Verlag erschienene spanische Übersetzung der Lebenserinnerungen von Jella Lepman „Die Kinderbuchbrücke“ (1964) vorgestellt. Prof. Birgit Dankert übernahm auf Einladung des Goethe-Institutes die Einführung. Der Vortrag wird hier mit kleinen Änderungen wiedergegeben.

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22. Juni 2017
von Doris Hermanns
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Drei Autorinnen – drei Bücher: Britta Jürgs

Wiederentdeckungen sind wir inzwischen seit 20 Jahren von ihr gewohnt: In ihrem Verlag präsentiert Britta Jürgs immer wieder Schriftstellerinnen und Künstlerinnen, die in Vergessenheit geraten sind. In diesem Monat stellt uns die ehemalige Vorsitzende der BücherFrauen und BücherFrau des Jahres 2011 einige ihrer Lieblingsautorinnen und -bücher vor.

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20. Juni 2017
von Nina George
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Nicht den Troll füttern. Hassrede im Netz gegen Autorinnen

* Triggerwarnung: enthält drastische Hasskommentare

„Schlampe, ich schneide dir den Kopf ab und vergewaltige deine Kehle!“

„Du verfickte Schriftsteller-Fotze, du bist Scheiße, deine Arbeit ist Scheiße, geh und mach ein paar Blowjobs!“

„Du willst bezahlt werden? Wozu? Versuch, dich in einem Flüchtlingslager zu verkaufen!“

Entschuldigen Sie, dass ich Sie mit solchen Auswürfen überfalle. Aber ganz genauso fühlt sich Online-Belästigung an: Sie öffnen Ihren E-Mail-, Ihren Twitter-, Ihren WordPress-Blog-Account und sehen einige neue und absolut unerwartete Kommentare oder Nachrichten. Dann: Bam! Ein Schlag ins Gesicht. Anonym – oft nicht mal das! – wird in einigen davon angekündigt, Sie zu verletzen, zu vergewaltigen, zu töten.

(Dieser Artikel von Nina George, Womens-Writers-Beauftragte des deutschen PEN, ist Teil der Länderreports zur Situation schreibender Frauen und wurde vom PEN-Zentrum Deutschland zum 49sten Internationalen PEN und PEN International Womens-Writers‘-Committee-Treffens in Bled, Slowenien am 10.5.2017 auf Englisch präsentiert. Er erschien am 18.5. bereits auf Englisch)  —> Weiterlesen: Weiterlesen →

15. Juni 2017
von Jana Stahl
6 Kommentare

#2teBFonTour: Wie die BücherFrauen mich auf Touren bringen

Vierzehn BücherFrauen-Regionalgruppen sind über die Bundesrepublik verteilt: Berlin, Bielefeld, Franken, Frankfurt a.M., Freiburg, Göttingen-Kassel, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn-Rhein-Ruhr, München, Münsterland, Rhein-Neckar und Stuttgart. Möglicherweise gibt es auch für Leipzig und Dresden schon bald wieder eine ganz offizielle BF-Anlaufstelle. Zu Beginn meiner Amtszeit als zweite Vorsitzende (auch sehr formell „Schriftführerin“ genannt) im November 2015 habe ich mir vorgenommen, möglichst in jeder BücherFrauen-Region einmal gewesen zu sein. Schnell war dafür auch ein Hashtag ausgedacht, der mich seitdem bei meinen Fahrten und in den sozialen Netzwerken begleitet: #2teBFonTour. Weiterlesen →

www.leseladen-kirchheim.de (Foto: Ellen Braun)

13. Juni 2017
von Ellen Braun
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Ist das Geschäftsmodell „Neukauf eines haptischen Buches“ zukunftsfähig?

Die BücherFrauen stellten sich mit der Podiumsdiskussion der „Herausforderung Strukturwandel – Bedrohung oder Chance für die Buchbranche? Wie wandeln sich Vertriebsstrukturen durch Selfpublishing, E-Books und verlagseigene Onlineshops?“. Die lebhafte Diskussion gleich zu Beginn der Leipziger Buchmesse war gut besucht – mit dem Jahresthema hatten wohl die BücherFrauen den Nerv der Branche getroffen.

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8. Juni 2017
von Martha Wilhelm
4 Kommentare

Kooperationen machen uns stark: Die BücherFrauen-Jahrestagung 2017 und die HAW

Herausforderung Strukturwandel – dieses Thema haben wir BücherFrauen für 2017 in den Fokus genommen. Arbeiten Buchhandel, AutorInnen und Verlage überhaupt noch produktiv zusammen? Wie haben sich die Interessen der Branchenteilnehmerinnen und -teilnehmer im Rahmen der Digitalisierung verändert? Ein vielseitiges, komplexes Thema, das wir Hamburger BücherFrauen auch auf der Jahrestagung vom 10. bis zum 12. November beleuchten wollen. Für eine Fragestellung, die sich mit grundlegendem Wandel und Zukunftsperspektiven beschäftigt, haben wir uns einen passenden Kooperationspartner ins Boot geholt: die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).

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6. Juni 2017
von Dr. Doreen Schröter
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#sichtbar: Dr. Claudia Puschmann: Archivbeauftragte der Regionalgruppe Bielefeld/OWL

Vorhang auf und Bühne frei für engagierte Frauen. Ehrenamt und Engagement bekommen in dieser Blog-Interviewreihe ein Gesicht. Die Fragen stellte Doreen Schröter. Heute: Dr. Claudia Puschmann, Archivverantwortliche in Bielefeld/Ostwestfalen-Lippe (OWL) Weiterlesen →

1. Juni 2017
von Martha Wilhelm
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#lesbar im Mai – Weibliches Lesen, weibliches Schreiben

Das schöne sommerliche Wetter hat uns im Mai nicht davon abgehalten, wieder spannende Texte im Netz zu lesen und hier zu sammeln. Diesmal drehen sich viele Beiträge um das Lesen und Schreiben von Frauen: Nadja Schlüter und Ilija Trojanow kritisieren in ihren Texten den etablierten Literaturkanon mit seinem Fokus auf europäische männliche Autoren, Katharina Herrmann schildert, wie in der Diskussion von Buchblogs vs. Feuilleton immer auch alte Muster der Missachtung weiblicher Lesepraxis zum Einsatz kommen, und Gabriele Haefs zeigt auf, wie schwer es Weiblichkeit selbst auf der rein grammatischen Ebene hat. Von Weiblichkeit schreiben auch Nino Haratischwili in einem Brief an ihre Tochter und Claudia Wichmann in ihrer Stellungnahme für schreibende Mütter. Dass es für Frauen heutzutage trotz allem auch vorangeht, erzählt Miriam Meckel im Interview. Was sind Eure Erfahrungen? Wir freuen uns über Eure Kommentare!  Weiterlesen →

18. Mai 2017
von Nina George
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Not feeding the Troll. HATE SPEECH* on WOMEN WRITERS

ACHTUNG: enthält Begriffe, die Sie gegebenfalls verstören oder beleidigen könnten.

*trigger warning: Content contains explicit language

„Bitch, I cut your head off and rape your neck!“

„You fucking writer-cunt, you are shit, your work is shit, go and do some blowjobs!“

„You wanna get paid? What for? Try to sell yourself at a refugee camp!“

Excuse me for surprising you with these. But this is what online harassment is like: You are opening your email, your twitter, your wordpress blog account, and find some new and absolutely unexpected comments or messages. Then: Bam. A slap in the face. Anonymously – sometimes not even that! – some threaten to hurt, to rape, to kill you.

(Dieser Artikel von Nina George, Womens Writers-Beauftragte des deutschen PEN, ist Teil der Länderreports zur Situation schreibender Frauen und wurde vom PEN-Zentrum Deutschland zum 49sten Internationalen PEN und PEN International Womens Writers‘ Committee-Treffens in Bled, Slowenien am 10.5.2017 präsentiert. Er erscheint am 27.6.2017 auf Deutsch)  —> Weiterlesen:

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16. Mai 2017
von Doris Hermanns
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Drei Autorinnen – drei Bücher: Heike Pfirrmann

Auch diesen Monat gibt es wieder spannende Autorinnen und Bücher zu entdecken – wir wollen auf (vergessene) Schriftstellerinnen aufmerksam machen und die große Vielfalt ihrer Werke aufzeigen. Heute stellt Heike Pfirrmann, die vier Jahre als Content-Koordinatorin der BücherFrauen-Website u.a. die Buchtipps betreut hat,  ihre Auswahl vor.

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