Reaktion auf Lewitscharoffs Rede über „Geburt und Tod“

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Wir sind empört. Frau Lewitscharoff hat am Wochenende viele Menschen verletzt und ein Menschen- bzw. „Wesens“bild offenbart, das wir als menschen-, frauen- und lebensverachtend erachten. Wir können nicht akzeptieren, dass eine preisgekrönte Literatin, sich in dieser Weise über das Leben, seine Entstehung, die Vielfalt seiner Schöpfungen und Lebensweisen äußert.

Es erschreckt uns, dass Frau Lewitscharoff sich dadurch in eine Folge von Entgleisungen mediengängiger Prominenter – vermeintlichen Mitgliedern der intellektuellen Elite unseres Landes – einreiht, die ein Menschen- und Weltbild offenbaren, das von Verachtung, Elitismus und Ausgrenzung geprägt ist. Dies ist ein Umstand, den wir nicht unwidersprochen stehen lassen können, denn er repräsentiert eine Geisteshaltung, die sich offensichtlich wie ein Virus in den Köpfen Einiger breit macht und dessen Ausbreitung wir verhindern wollen.

Wir leben in unserem Netzwerk die Vielfalt und profitieren gemeinsam davon. BücherFrauen sind lesbisch, bi- und heterosexuell, Mütter und Großmütter oder kinderlos, vor allem aber respektieren wir uns für die Entscheidungen und Lebenswege, die wir jeweils getroffen haben, und freuen uns für jede, die auf ihre Weise glücklich ist.

Valeska Henze, Natalia Werdung, Katrin Schroth
Vorstand der BücherFrauen

Autorin: Valeska Henze

Politikwissenschaftlerin & Übersetzerin mit den Arbeits- und Sprachschwerpunkten Nordeuropa und Ostseeregion. Autorin verschiedener politischer Analysen zu Schweden und Polen; außerdem Dozentin, Projekt- und Konferenzkoordinatorin sowie Webbeauftragte der Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik und Vorsitzende der BücherFrauen (2011-2015): www.valeskahenze.de, www.for-n.de.

2 Kommentare

  1. Eva Hehemann

    Vielen Dank für dieses Statement! Übrigens hat auch Antje Schrupp sich in ihrem neuesten Blog-Beitrag ein paar kluge Gedanken zu Lewitscharoffs Rede gemacht. http://antjeschrupp.com/2014/03/08/die-denkwurdigen-sorgen-der-frau-lewitscharoff/#comments

  2. Danke Valeska! Sehr schön hat es ja dann auch Sybille Berg auf den Punkt gebracht: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sybille-lewitscharoff-sybille-bergs-gedanken-zur-skandalrede-a-957412.html

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