11. April 2026
von Valeska Henze
1 Kommentar
Habe n
un ach so viel studiert … und sehe, dass wir nichts wissen können. So in etwa beklagt Goethes Faust sein fehlendes Wissen über die Dinge, die die Welt zusammenhalten. So oder so ähnlich mag sich heute manch eine*r auch angesichts der gefühlt rasanten Übernahme „dieser Dinge“ durch Künstliche Intelligenz fühlen. Ob Faust sich heute anstatt Mephisto der Künstlichen Intelligenz verschreiben würde? Dumm nur, dass auch die KI nichts weiß.
Dabei spielt sie in unser aller Alltag schon längst eine viel größere Rolle, als vielen klar ist. Zwar versteht die KI keine Zusammenhänge oder hat gar ein Bewusstsein. Doch sitzt sie längst mit am Tisch, wenn zum Beispiel darüber entschieden wird, wer einen Kredit bekommt oder wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Eva Gengler zeigt in ihrem Buch „Feministische KI“ nicht nur, warum es ein Problem ist, wenn Systeme genau die Ungerechtigkeiten verstärken, die sie angeblich neutral verarbeiten. Ihr Buch formuliert auch eine klare Aufforderung: Wer KI nicht feministisch gestaltet und nutzt, überlässt das Feld denen, die es längst tun. Sie will mit ihrem Buch nichts geringeres, als „eine feministische Revolution anstoßen, um mit feministischer KI die Welt für alle gerechter zu machen“.
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