#sichtbar: Isolde Bacher

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Vorhang auf und Bühne frei für engagierte Frauen. Ehrenamt und Engagement bekommen in dieser Blog-Interviewreihe ein Gesicht. Die Fragen stellt Gabriele Kalmbach. Heute: Isolde Bacher – seit 2004 aktiv im Einsatz für das Mentoring-Programm der BücherFrauen. 

© privat

Wer bist du und wie bist du zu Deiner Aufgabe bei den BücherFrauen gekommen?

Ich bin 55 Jahre alt, Verlagsbuchhändlerin, Politikwissenschaftlerin und nach verschiedenen Stationen in Verlagen und in der Politik seit nunmehr 13 Jahren als freie Lektorin für Sach- und Fachbuch tätig.

Als ich von der Politik zurück in die Buchbranche ging, sah ich das Mentoring-Programm der Stuttgarter BücherFrauen, das war damals die erste Runde. Von meinem Mentoring-Jahr hab ich unglaublich profitiert. Nicht nur von meiner wunderbaren Mentorin, sondern auch vom Austausch mit den anderen Mentees und den Organisatorinnen. Als es um die Organisation der zweiten Mentoring-Runde ging, fragten mich zwei Mentees aus der ersten Runde, ob ich nicht mitmachen wollte. Inzwischen sind wir zu viert und die siebte Mentoring-Runde läuft.

Warum bist du bei den BücherFrauen aktiv?

Sowohl in der Politik als auch im beruflichen Bereich hab ich rasch gemerkt, wie wichtig die Vernetzung ist. Bei Selbstständigen gilt das umso mehr, weil die Kommunikation mit anderen über den Schreibtisch oder den Flur hinweg halt nicht stattfindet. Das Netzwerk bietet Möglichkeiten, sich Rat und Hilfe zu holen oder zu geben und den Austausch mit Kolleginnen zu pflegen. Insofern bin ich beispielsweise auch Mitglied im Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL). Bei den BücherFrauen fasziniert mich besonders, dass die Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen. Ich hab dort viele interessante Frauen kennengelernt.

Was hast du im Ehrenamt gelernt?

Vor allem organisieren, zusammenarbeiten und eine gute Idee praktisch umsetzen – und Spaß dabei haben.

Was tust du, wenn du nicht für die BücherFrauen aktiv bist?

Arbeiten und singen. Ich singe im Rondo vocale, einem tollen Stuttgarter Chor.

Wobei kannst du Unterstützung aus dem Netzwerk gebrauchen?

Allein schon das Wissen, dass ich eine fragen kann, die was weiß oder eine kennt, die was weiß, ist eine Form der Unterstützung. Das hat sich auch schon oft praktisch bewährt. Irgendeine Bücherfrau hat bestimmt eine gute Idee.

Was ist Dein Lebensmotto?

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.

Autorin: Dr. Gabriele Kalmbach

Bon voyage! Seit Jahren schreibe, redigiere und konzipiere ich Bücher rund um Essen und Kulinarik, Reise und Freizeit. Und bon appétit! Kochbücher zu übersetzen und lektorieren ist mein zweites Standbein. Außerdem verfasse ich kulinarische Texte und Warenkunde, prüfe und redigiere Rezepte, porträtiere Winzer und besuche kleine, feine Geschäfte, Manufakturen und Gasthäuser. Bei den Bücherfrauen war ich als Städtesprecherin in Köln, zweite und erste Vorsitzende und im Beirat aktiv. www.gabrielekalmbach.de

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