5. Oktober 2017
von Stephanie Hanel
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In ihren „Briefen aus Brooklyn“ berichtet Stephanie Hanel – unsere mit ihrer Familie nach New York umgezogene Vorsitzende – in loser Folge über Entdeckungen rund ums Buch in ihrer neuen Heimat. Zuletzt mit Fundstücken am Wegesrand. Diesmal ist sie auf der Suche nach Literatur und Kunst in der Metro.
Ich gebe zu: Metrofahren ist eine Herausforderung für mich. Aber ohne Metro kein Manhattan, und ich will mich ja nicht in unserer Neighborhood einigeln. Zunächst musste ich aber schon über meinen Schatten springen und meine Tochter von der Schule abholen. Sie muss drei Stationen fahren, ein unschlagbar kurzer Schulweg zur Highschool. Die Schule liegt in einem guten Viertel, aber die weißen Amerikaner dort schicken ihre Kinder wiederum weiter weg in sogenannte bessere Highschools, während viele Menschen aus ärmeren Gegenden ihre Kinder weite Wege lang in dieses Viertel bringen, damit sie durch diese Schule eine bessere Zukunft haben können. Unsere Tochter ist eine der wenigen Weißen in ihrer Highschool.
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