BücherFrauen

Ein Beitrag zur Debattenkultur in der Buchbranche

12. April 2014
von Katja Marczinske
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Buchhandel in Bewegung – Kleine Berliner Sortimente und der Shift ins Internet (Teil 2)

In diesem zweiten Teil meines Beitrags zum unabhängigen Berliner Buchhandel und den strukturellen Änderungen in der Buchbranche stelle ich die Buchhandlungen Kohlibri, Ocelot und Winter vor. Des Weiteren greife ich mein Fazit aus Teil 1 auf: Orientieren sich die Buchhändler und Buchhändlerinnen an den digitalen Big Playern? Oder schärfen die Sortimente vielmehr ihr individuelles Profil, indem sie einen Gegenpol zu Amazon & Co bilden? Eines lässt sich schon vorwegschicken: Keine der ausgewählten Buchhandlungen ignoriert die Entwicklungen in der Branche. Alle sind vielfältig engagiert und finden ihr spezifisches Survival Kit, um im „fiebrigen Dschungel des Umschwungs“ zu überleben. Weiterlesen →

9. April 2014
von Katja Marczinske
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Buchhandel in Bewegung – Kleine Berliner Sortimente und der Shift ins Internet (Teil 1)

Vor einem Jahr schrieb ich für das Bücherfrauen-Magazin einen Artikel über unabhängige Berliner Buchhandlungen. Die Buchhandelsstrukturen veränderten sich schon zusehends, doch die Situation in der Branche ließ sich angesichts kurzfristig steigender Umsätze im Sortimentsbuchhandel noch einigermaßen neutral darstellen. Die Branchenlage verändert sich jedoch immer rapider: Unabhängige kleine Buchhandlungen müssen umdenken, wenn sie überleben wollen. In meinem Beitrag in zwei Teilen beschreibe ich den Stand der Dinge und porträtiere sechs Indie-Buchhandlungen mit Potential, die trotz der schwierigen Marktsituation bestehen und selbstreflexiv in die Zukunft starten. Weiterlesen →

2. April 2014
von Monika Kolb-Klausch
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„Lebenslanges Lernen“ – Ein kleiner Blick in den Veränderungskompass des 21. Jahrhunderts

Alles ist im Wandel begriffen, alles fließt. Von der zunehmenden Digitalisierung, Globalisierung und dem demografischen Wandel sind schon die meisten Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betroffen. Wer sich in dieser rasant wandelnden Arbeits- und Technikwelt zurechtfinden möchte, für den ist lebensbegleitendes Lernen eine zwingende Notwendigkeit. „Betroffen“ sind wir übrigens alle. Ständig. Regelmäßig und mit beharrlicher Beständigkeit wiederholend.

Bildung hat eine ganz neue Bedeutung erhalten: Die Ausbildung heute ist keine Aus-Bildung mehr, denn Bildung ist nie mehr „aus“. Der rasante Zuwachs an neuen Informationen und Möglichkeiten macht es erforderlich, seine Kompetenzen immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen. War die Ausbildung oder das Studium in früheren Jahren einmal abgeschlossen, reichte der persönliche Wissenstand oft ein ganzes Berufsleben aus. In der heutigen Wissensgesellschaft hingegen sind andere Fähigkeiten, eine neue Beweglichkeit gefragt: Mut, Kreativität, Flexibilität und innovatives Denken, vor allem Handeln – alles Fähigkeiten, die beim lebenslangen Lernen zum Tragen kommen. Weiterlesen →

25. März 2014
von Katja Marczinske
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Frauen, die Zigarre rauchen

Drei Frauen, ein Dialog: Ich stelle per SMS mit der besten aller Verlegerinnen, Britta Jürgs vom AvivA Verlag, eine Verbindung her. Sie sitzt im Zug, auf dem Weg nach Berlin, von einer ihrer Lesungen zurückkehrend. Ich gemütlich auf meinem Sofa in häuslichen Gemächern. Wir beide mit unseren Smartphones ausgerüstet. Ach, herrlich mobile Welt.Wir überwinden Zeit und Raum. In der Ferne erspähe ich zwei Rauchfahnen: eine zierlich und elegant gen Himmel steigend – das mag Britta sein. Zigarette rauchend. Und eine, die sich zu dicken Schwaden zusammenbraut. Da wird Zigarre geschmökt … Ich entdecke eine Silhouette in Frack, eng anliegender Hose und Weste. Das ist doch … aber ja! Weiterlesen →

21. März 2014
von Frauke Ehlers
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Nehmen BücherFrauen am Indiebookday teil?

Zum zweiten Mal findet am Samstag (22. März) der vom mairisch Verlag initiierte Indiebookday statt. Leserinnen sind aufgefordert, vor allem Bücher (auch Hörbücher) aus kleinen und unabhängigen Verlagen zu kaufen, um auf Vielfalt und Qualität in der Buchbranche aufmerksam zu machen.  Wir wollten von den BücherFrauen wissen, wie bekannt diese virale Aktion ist und haben unter anderem folgende Fragen gestellt. Weiterlesen →

21. März 2014
von Silke Buttgereit
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Licht und Schatten

Licht und Schatten

Wenn sich der Äther erhebt in hoher heiliger Klarheit,

wenn sich ein fließendes Gold über die Erde ergießt,

und vor dem strahlenden Gott die Schatten leise zerrinnen,

freu’t sich der blendende Glanz und das allmächtige Licht.

Aber bezaubernder, Freund, erscheint dir die liebliche Gegend –

denn dich freut der Contrast und der gemäßigte Glanz –

wenn die Wolke sich hebt und wechselnd auf Thäler und Dörfchen,

Tannenwälder und Seen dunkle Schattirungen streut,

oder der silberne Mond am Berge freundlich hervorsteigt,

und der Schatten des Berg’s tief in die Thäler sich senkt.

O, wie die Höhen sich dann in heiligem Schimmer verklären;

wie das freundliche Licht heller den Schatten besäumt! –

Und doch klagtest du jüngst, dein trauriges Schicksal beweinend,

wie des Lebens Gefild‘ oft, ach! so dunkel dir sey;

wie auf der Stellen geliebtester dämmernd ein Schatten sich lagre,

oft, nach dem lieblichsten Tag, schwarz dich umgebe die Nacht.

Wechsel vergnügt dein Gemüth; es freuet der Wechsel uns alle:

freue dich, Glücklicher, doch, daß du nicht glücklicher bist.

Sophie Mereau (1770-1806)  Weiterlesen →

19. März 2014
von Katja Marczinske
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Leipziger Autorenrunde 2014: Die AutorInnen sind los – neue Trends im Universum der SchriftstellerInnen

Messesamstag, 10 Uhr. Leander Wattig, Kontaktkleber der Buchbranche, hat wieder bravourös gebastelt und 140 VerlagsautorInnen, Self-Publisher, BloggerInnen, TexterInnen und PublizistInnen auf die Mehrzweckfläche 3 des Congress Center Leipzig gelockt. Unsexy und sperrig der Name dieser Location. Umso attraktiver und kreativer, was sich bis zum frühen Abend hier abspielen wird: Die „Brains der Branche“, die AutorInnen sind los. Weiterlesen →

14. März 2014
von Nina George
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Wa(h)re Literatur: Von Schweinehälften, Rennpferden und Harry-Potter-Syndrom

Die einen sagen Schweinehälften, die anderen „Content“: Literatur ist auf dem Weg von der Autorin zur Leserin in erster Linie eine Ware. Ihr Wert bemisst sich an Träumen, Trends und den Tricks der AgentInnen.

In Halle 6.2 / LitAg summt die Luft vor halblauten Gesprächen, wenn an 448 Tischen 631 AgentInnen aus 32 Ländern Texte und Lizenzen vermitteln. Im Halbstundentakt, 11.000 Besprechungen, 55.000 bis 500.000 Projekte. Am Tag. Das macht zwischen 20 Sekunden und vier Minuten. Pro Buch. Die Nächte an den Hotelbars, mit den exklusiv übergebenen Originalmanuskripten und 24-Stunden-Ultimaten sind noch spannender; aber das ist eine andere Geschichte. Diese hier lautet: Literatur ist wahre Kunst, bis sie verkauft werden will. Dann wird sie Ware Kunst. Weiterlesen →